Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Ne(x)t Generation Learning

Ein Arbeitsbericht mit 133 Seiten, in dem die Autoren sich auf Spurensuche begeben haben. Theorie und Praxis von Social Software in der Bildung lautete der selbst gesetzte Auftrag. Am Anfang steckt Sabine Seufert das Feld ab: „Net Generation Learning“ und „Next Generation Learning“ sind ihre Stichworte, um zuerst die neuen Lernenden, ihre Kompetenzen und Gewohnheiten näher zu beschreiben; und anschließend mit Hilfe der Begriffe e-Learning 2.0 und Personal Learning Environments das Potenzial neuer Bildungstechnologien näher zu beleuchten.

Wie ist der Stand der Forschung zum Thema Social Software in der Bildung? „Kaum wissenschaftliche Publikationen“ und „kaum empirische Forschung“ (28/31), so zieht Taiga Brahm die ernüchternde Bilanz einer systematischen Review verschiedener Fachmagazine. Damit ist dann auch der Boden bereitet für eine Anzahl einzelner Berichte, in denen Wikis, Weblogs, Podcasts und Video-Podcasts vorgestellt werden, inkl. des preisgekrönten e-Learning-Projekts „eCF – get involved in Corporate Finance“. Alles sehr ausführlich und praxisnah, mit vielen Verweisen und Links, wobei die Beispiele ausnahmslos aus dem Hochschulbereich stammen. Und immer wieder Hinweise wie: „Die Forschung zu pädagogischen Einsatzszenarien von Wikis steht noch am Beginn.“ (47) Oder: „… entwickelt sich deren Einsatz [von Blogs] in der Hochschullehre nur langsam.“ (84) Ausreichend Stoff für Diplomarbeiten und Forschungsprojekte also.
Sabine Seufert und Taiga Brahm, Swiss Centre for Innovations in Learning (SCIL), 12. SCIL-Arbeitsbericht, Februar 2007 (pdf)

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