Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wer hat Angst vor Google?

Die Bayerische Staatsbibliothek will sich Googles Book Search anschließen (hier die Pressemitteilung), und die ZEIT hat einige Stimmen dazu eingeholt. Tendenz schwankend – mal wohlwollend in der Sache, mit Misstrauen gegenüber dem Giganten, oder gar trotzig die deutsche/ französische/ europäische Fahne hochhaltend.

„Die Strategie von Google ist sehr einfach: Für ihr Projekt, in großen Mengen Bücher digitalisiert ins Netz zu stellen, suchen sie Partnerbibliotheken in der ganzen Welt. In den USA, in England waren sie schon erfolgreich, auch in Spanien. Aus gutem Grund hat sich bislang keine der großen Staatsbibliotheken Europas dem Google-Plan angeschlossen – der zutiefst ungerecht ist. Warum? Weil es bei diesem Handel darum geht, dass Google »das Terrain abgrast«, sich Millionen von Büchern sichert und damit das kulturelle Erbe Europas. Selbst wenn sie so tun, als hätten sie nur das Wohl der Menschheit im Sinn, indem sie »der Welt den Zugang zu Informationen schenken« – es stecken doch ökonomische Interessen dahinter.“
(Agnès Saal, Vizepräsidentin der Bibliothèque Nationale de France)
Die ZEIT v. 15 März 2007
[Kategorien: Zukunft des Internet]