Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Making Software, Making Money

In den letzten Tagen hat sich eine spannende Diskussion zwischen einigen Edublog-Protagonisten entwickelt. Losgetreten hat sie Dave Tosh, der hinter ELGG steht. ELGG ist „an open source social networking platform“, das gerne als ePortfolio-Beispiel und lerner-zentriertes Personal Learning Environment zitiert wird. In seinem Beitrag (der derzeit leider nicht online zugänglich ist) beschreibt Dave Tosh das Scheitern von ELGG als Business Model und als Open Source-Projekt – und hat damit, natürlich möchte man sagen, eine Reihe von Antworten provoziert.

Ich zitiere die Statements von Dave Tosh etwas ausführlicher, weil er Fragen ausspricht, die bei vielen ähnlichen Bildungsprojekten sicher auch im Raum stehen. Denn gerade in diesem Bereich werden ja oft sehr engagiert Zeit und Ressourcen investiert, und die Frage nach erfolgreichen Geschäftsmodellen jenseits staatlicher Grundversorgung, öffentlichen Förderprojekten und privaten Stiftungsgeldern ist ja ein Dauerbrenner. Aber zu Dave Tosh:

1) No real revenue stream outwith the big guns like Linux, My SQL and Apache …
2) You cannot get investment, which is crucial for growth, for an open source product released under a GPL license.
3) Open source works as a two way street – however the reality is that most people just take and then complain if it isn’t quite right, hardly a fair balance.
4) You get treated the same as a commercial product but aren’t receiving any money for your goods or services. …
5) You can’t raise funding to work on open source projects if you are the developers …
6) Open source projects which are deemed to be successful are often not truly open source …
7) Most people in the decision making positions don’t seem to trust open source …

In seinem Artikel setzt sich Stephen Downes ausführlich mit diesen Fragen auseinander und verlinkt zu weiteren Kommentaren. Lesenswert.
Stephen Downes, Half an Hour, 3 März 2007