Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

The Anyone, Anywhere, Anytime Myth

Nach der „net generation“ und der „knowledge economy“ hat sich Norm Friesen hier mit einem weiteren Mythos auseinandergesetzt. „Learning anytime, anywhere“ durfte ja auf keiner Folie fehlen, die von den Vorteilen von e-Learning überzeugen wollte (das „anyone“ überspringe ich mal). Heute braucht es in der Regel andere, differenziertere Argumente. Aber ist „anyone, anywhere, anytime“ deshalb ein Mythos? Norm Friesen weist auf die sozio-ökonomischen Verhältnisse hin, die nach wie vor eine Mehrheit ausschließen, von diesen Vorteilen Gebrauch zu machen. Diese Beobachtung ist sicher richtig, aber sie macht andererseits aus jeder technischen Möglichkeit oder Beschreibung einer Entwicklung einen Mythos.

„‚Anyone, anywhere, anytime‘ invokes a kind of ‚default‘ person, place and time which is generally white and male (Nakamura, 2002), in a position of wealth and in a space and time generally defined in terms of production and consumption.“
Norm Friesen, ehabitus, 18 Februar 2007
[Kategorien: e-learning]