Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Die neue Offenheit des Wissens


Viermal im Jahr liegt ein Wissenschaftsmagazin in unserem Briefkasten, die MaxPlanckForschung. In der Regel überfordern mich die meisten Beiträge und ich überfliege sie nur, doch dieses Mal war „Information“ das Titelthema. Okay, die Beiträge über die Steuermechanismen im Fliegenhirn sowie die Quantenkryptografie habe ich aus Selbstschutz übersprungen, um dann beim Stichwort „Open Access“ hängen zu bleiben. Interessant ist hier, dass das Thema am konkreten Beispiel einer Online-Zeitschrift, der Atmospheric Chemistry and Physics, diskutiert wird. Vor allem das dort etablierte Begutachtungsverfahren (Peer Review) wird ausführlich beschrieben (siehe Grafik; zum Betrachten anklicken).

Alle Seiten, die im Artikel zu Wort kommen, bestätigen, dass sich Open Access durchsetzen wird; zu offensichtlich sind die Vorteile. Offen ist allenfalls, welche Dienstleistungen die Fachverlage zukünftig anbieten werden. Dazu passt, was gestern an anderer Stelle über die „Krise der geisteswissenschaftlichen Fachverlage“ zu lesen war: Verlage seien „in der engeren wissenschaftlichen Kommunikation überflüssig geworden“, heißt es dort in einem der letzten Absätze lapidar (Zitat von Georg Jäger, Frankfurter Rundschau v. 9.11.2006).
Ina Helms, MaxPlanckForschung, 3/2006
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