Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wissensbilanzen: Bewertung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals

Der Artikel enthält eine Denkhilfe, für die man den Autoren danken muss:
„So kursierte in unzähligen Fachartikeln zu Zeiten des Börsenhype die Mär, dass die enorme Differenz von Marktwert und Buchwert eines Unternehmens seinem nicht quantifizierbaren Wissen geschuldet sei. Beim darauf erfolgten Zusammenbruch zahlreicher wissensbasierter Unternehmen und damit ihrer Wissenswerte kam aber niemand auf die Idee, diese Firmen des kollektiven Alzheimers zu bezichtigen. Dass nämlich Unternehmen mit Wissen operieren, ist nun wirklich keine besonders überraschende Erkenntnis. Viel spannender hingegen ist die Frage, wie sie dies tun.“

Da diese „Mär“ auch heute noch einen willkommenen Einstieg vieler Präsentationen zum Thema darstellt, sollte man sich den Hinweis unbedingt merken! Ansonsten gibt der Artikel einen guten Überblick über unterschiedliche Ansätze der Wissensbilanzierung – bis zu aktuellen Bemühungen einer EU-weiten Harmonisierung. Dabei betonen Günter Koch und Günther Szogs die Chancen für Unternehmen, vor allem KMUs, sich durch die Entwicklung eigener Wissensbilanzen einen Vorsprung bei der Kapitalbeschaffung zu sichern.
Günter Koch und Günther Szogs, Jahrbuch Personalentwicklung 2006 (pdf, via execupery)
[Kategorien: Human Capital Management]