Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Bildungskonferenz 2006

Gestern war ich auf der Bildungskonferenz 2006 in Stuttgart. Über 430 angemeldete Teilnehmer! Nach den übersichtlichen Gängen und Ständen des Fernausbildungskongresses in Hamburg hatte ich diese Zahl nicht erwartet! Aber da wird einem auch schnell bewusst, dass e-Learning, Bildungstechnologie und Medienpädagogik doch nur kleine Spielfelder in der Bildungslandschaft sind. Folgerichtig gab es in Stuttgart auch zwei ministerielle Keynotes (Andreas Storm, BMBF; Hans Freudenberg, Baden-Württemberg), in denen u.a. an aktuelle Regierungsinitiativen, Deutschland’s Position im OECD-Vergleich und den Europäischen Qualifikationsrahmen erinnert wurde.

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Dann setzte Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, einen inhaltlichen Schwerpunkt und sprach über „Chance Konvergenz – Lern-und Arbeitsprozesse effizient miteinander verknüpfen“. Er stimmte mit einigen Anmerkungen zum Wandel der Arbeitswelt ein und leitete daraus Anforderungen an die Weiterbildung ab: konkret warb er für Modelle des „integrierten Trainings“ und der „Verknüpfung von Training und Arbeit“, wie sie zum Beispiel in der „arbeitsprozessorientierten Weiterbildung“ (APO-IT) umgesetzt werden. Abschließend brach er noch eine Lanze für Simulationen und das spielerische Lernen.

In meinem Workshop hatte ich übrigens das Vergnügen, gleich im Anschluss an zwei Vorträge mit expliziten Microsoft-Themen präsentieren zu dürfen. Vielleicht war’s auch nur Zufall, aber in jedem Fall eine schöne Überleitung zum Thema Web 2.0! Die Organisatoren wollen in den nächsten Tagen alle Beiträge der Konferenz online stellen, aber zum Stichwort „Web 2.0“ kann man in der Zwischenzeit auch zum aktuellen Fokus (Nr. 41) greifen, oder zur FTD, oder auf Global Learning schauen … Web 2.0 wohin man blickt.
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Web 2.0]