Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Medienwirtschaft vor größtem Umbruch seit Gutenberg

dbresearch59.gif
Wie Lehrer und Lerner stehen sich auch Medienproduzenten und -rezipienten gegenüber. Bis heute. Denn jetzt stehen gewohnte Rollenaufteilungen auf dem Prüfstand. Aber was hätte wohl Berthold Brecht dazu gesagt, dass ihn die Deutsche Bank als Propheten einer „dritten Ära der Mediengeschichte“ heranzieht? Gegenwärtig scheint vieles möglich. Nachdem sich die Researcher der Bank vor einiger Zeit bereits dem Thema Blogs angenommen hatten („Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?“, 22. August 2005), analysieren sie in diesem Report den „Einfluss der Digitalisierung auf die Medienwirtschaft“. Medienökonomisches steht im Vordergrund, aber da ist auch von den „gewandelten Bedürfnissen“ der Medienkonsumenten die Rede, von „aktiven Rezipienten“, vom „Mitreden, Mitteilen und Mitgestalten“, so dass mir irgendwann beim Lesen nicht Brecht, sondern folgendes Zitat in den Sinn kam: „Es muss sich alles verändern, damit alles beim Alten bleiben kann“.
Deutsche Bank Research, 12 September 2006 (pdf)
[Kategorien: Web 2.0, Zukunft des Internet]