Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Defining the knowledge economy

Alle reden davon, auch ich gerne in Präsentationen, aber was umfasst eigentlich die „knowledge economy“, wer ist alles „knowledge worker“? Gehört ein hochtechnisiertes Textilunternehmen zu den „knowledge based industries“, wie sie die OECD definiert? Mache ich den „knowledge worker“ an seinem Status (z.B. alle Manager), seiner Ausbildung (alle Hochschulabsolventen), bestimmten Kompetenzen (z.B. „complex communication skills“) oder den konkreten Aufgaben, die er ausführt, fest? Solche Fragen diskutiert dieser Report der work foundation. Er nimmt sich vor, „to explore testable definitions“, kommt aber nicht umhin festzuhalten, dass „none of the definitions and measures that have been used so far is completely satisfactory“.

Zwei Anmerkungen: Wenn es in der Diskussion um die Knowledge Economy um mehr als „gefühlte“ Eindrücke gehen soll, macht es Sinn, sich um einige Zahlen und Fakten zu bemühen. Auch wenn diese, gerade im internationalen Vergleich, immer nur Annäherungen sein werden. Andererseits entwickeln sich aber Gegenstand und Diskussion weiter, und aus einem Teil der Knowledge Worker ist bereits die „creatice class“ (Richard Florida), aus dem „Information Age“ das „Conceptual Age“ (Daniel Pink) geworden. Gute Gründe, nicht zuviel Energie in Definitionen zu stecken.
Ian Brinkley, the work foundation, Juli 2006 (pdf)