Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Status des E-Learning an deutschen Hochschulen

Wenn ich es richtig überblicke, bieten die Seiten von e-teaching.org zum Thema zweierlei: Zum einen einige Fallbeispiele für e-Learning-Implementierungsstrategien von Hochschulen im deutschsprachigen Raum, wobei sich die Darstellung eng an die Arbeit von Sabine Seufert und Dieter Euler („Nachhaltigkeit von eLearning-Innovationen …“, St.Gallen 2005) anlehnt; zum anderen finden sich hier die Ergebnisse einer aktuellen Online-Befragung von 104 Hochschulvertretern, die bereit waren, zum Stand des Einsatzes digitaler Medien Auskunft zu geben.

Die wichtigsten Ergebnisse: E-Learning steht und fällt auch heute noch mit der Motivation und Medienkompetenz der Lehrenden. Und: Je größer die Hochschulen, um so wahrscheinlicher, dass e-Learning in Form von Ressourcen und Entwicklungsplänen strategisch verankert ist. So weit, so wenig überraschend.

Um gleich beim Thema zu bleiben: Parallel hat das Institut für Medien-und Kompetenzforschung (MMB) gefragt, und dieses Mal haben 52 Hochschul- und e-learning-Experten geantwortet. Gesucht wurden „Szenarien für die eUniversity 2011“. Die Ergebnisse hier: Auch wenn die web-basierten Dienste in der Lehre weiter zunehmen werden, sind sich die Befragten sicher, dass Präsenzveranstaltungen das „Herzstück der akademischen Lehre“ bleiben. Und auch für virtuelle Lerner-Communities, virtuelle Marktplätze, Wikis sowie das webbasierte Bildungsmanagement stehen die Zeichen gut.
Benita Werner, e-teaching.org, 27 Juli 2006 (pdf)
Pressemitteilung: Experten prognostizieren deutliche Zunahme von neuen Computer-Lernformen an Hochschulen, Insitut für Medien-und Kompetenzforschung (MMB), 30 Juni 2006 (pdf)
[Kategorien: e-learning, eUniversity]