Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Globalisierungsmotor Bildung

Bevor ich in einigen Wochen verzweifelt einen solchen Aufhänger suche, sei er an dieser Stelle festgehalten! Also: Folgendermaßen startet ein Artikel im Handelsblatt über den „Megatrend“ Lebenslanges Lernen:

„Wenn der Soziologe John W. Meyer gerade nicht über „Die globale Institutionalisierung der Bildung“ sinniert, besucht er mit seiner Frau eine Erwachsenenklasse und lernt alles über Singvögel. Meyer ist ein „Birdwatcher“: „Vornehmlich aus Freude an ihrem prächtigen Gefieder“, sagt er, „aber auch weil mir das Lernen wichtig ist“. Der 70-jährige Emeritus der Stanford University, im Sommersemester Niklas-Luhmann-Gastprofessor an der Universität Bielefeld, vollzieht somit aus individueller Anschauung einen sozialen Bildungstrend zum „lifelong learning“ nach, den er immer schon mit wissenschaftlicher Neugier begleitet hat, und zwar in globaler Perspektive.“

Und wenn anschließend die Weltbank mit den Worten zitiert wird, „Lebenslanges Lernen … sei ‚unabdingbar, um die Arbeitnehmer in einer globalisierten Wirtschaft konkurrenzfähig zu machen.'“ – dann erinnere ich mich gerne an einen 70-jährigen Emeritus, der zusammen mit seiner Frau alles über Singvögel lernt.
U. Schulte Döinghaus, Handelsblatt, 12 Juli 2006
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