Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Knowing before doing?

Mit dem Konzept der Communities of Practice, wie es mir regelmäßig auf Konferenzen und in Artikeln begegnet, habe ich meine Schwierigkeiten: Es wirkt oft statisch und versucht, in Regeln und Ratschlägen, Routinen und Strukturen zu packen, was ich als angenehm ungeordnet und fließend empfinde. Bin ich Teil einer Community of Practice? Hier und da bin ich explizites Mitglied einer Community (z.B. eines Stammtisches oder einer Social Networking Site), aber die damit verbundenen Aktivitäten bilden nur den kleinsten Teil meiner Kommunikation ab. Das meiste passiert in Strukturen, über die kein Moderator wacht, zu denen niemand einlädt, die aber doch einen klaren thematischen Fokus haben und in denen sich Menschen bewegen, denen ich immer wieder begegne. Aber wo ist die Community, wo sind ihre Grenzen? Wer ist Teil dieser Community, wer nicht? Dazu passt, was George Siemens in diesem lesenswerten Beitrag schreibt: “The community should come to the user. Whether the conversation occurs through blogs, wikis, or podcasts, the true value in the conversations is the connections formed between individuals. Essentially, a CoP is a structured connection-forming space.”
George Siemens, Connectivism Blog, 27 Juni 2006
[Kategorien: Online Communities, Social Software]