Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Learning in Synch with Life: New Models, New Processes

Noch immer versuchen wir (als Bildungsanbieter im weitesten Sinne), in Kursen und Lernprogrammen so viele Informationen wie möglich zu vermitteln. Wir merken zwar, dass wir an Grenzen stoßen: Zu schnell kommen neue Informationen hinzu; zu lange dauert es, bis Lernangebote entwickelt sind; und selten sind diese Informationen da, wenn der Mitarbeiter sie benötigt, nämlich im Arbeitsprozess selbst.

Höchste Zeit, so George Siemens, sich von diesem Modell zu verabschieden! Und auf „learning networks und ecologies“ zu setzen, nicht mehr auf „content acquisition“ zu bauen, sondern auf „conversations and connections“. „Learning can best be seen as a process of network formation“.

Das vorliegende White Paper bietet einen hervorragenden Überblick über das Modell des „connectivism“, das der Autor bereits an verschiedenen Stellen ausgeführt hat. Es macht aber auch deutlich, wo die offenen Punkte sind: Denn kaum ein Weiterbildner oder Personalentwickler wird in dieser Darstellung Ansatzpunkte für sein tägliches Handeln finden! Es soll, es muss anders werden: Ja! Aber wie?
George Siemens, elearnspace, 25 Mai 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]