Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Der ungleiche Kampf um das lebenslange Lernen

Ich verweise hier auf drei Rezensionen eines Buches (Martin Baethge, Volker Baethge-Kinsky: „Der ungleiche Kampf um das lebenslange Lernen“, Münster u.a. 2004), das sofort auf meine Leseliste gekommen ist. Es basiert auf einer repräsentativen Erhebung des Weiterbildungsverhaltens und -bewusstseins der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland – in einer Rezension ist sogar die Rede von „einer der größten empirischen Studien aus dem Bereich der Weiterbildung“ und einer „beispiellosen“ Datenbasis. Kurzum: Die drei Kritiker sind sowohl von der Untersuchung als auch ihrer Auswertung sehr angetan. Schon ihre Zusammenfassungen bieten interessante Anmerkungen zu Stichworten wie „lebenslanges Lernen“, „informelles Lernen“ und „lernförderliche Arbeitsplätze“.

Wichtig erscheint mir z.B. der Hinweis auf die ungleichen Bedingungen beim informellen Lernen am Arbeitsplatz: „… denn Kompetenzen für lebenslanges Lernen können sich unter deprivierenden Lern- und Arbeitsbedingungen nicht entwickeln – und hiervon sind besonders Arbeitnehmer mit geringeren schulischen und beruflichen Abschlüssen betroffen“ (Rudolf Tippelt).
Rudolf Tippelt, Christine Zeuner und Udo Kuckartz, Report – Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, 1/2006 (pdf)
[Kategorien: Lebenslanges Lernen, Informelles Lernen]