Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Medienpädagogik und Informatik

Schon mit dem Untertitel – „Zur Notwendigkeit einer Neubestimmung der Rolle Digitaler Medien in Bildungsprozessen“ – verrät dieser Artikel seinen akademischen Ursprung. Trotzdem: Er enthält einige interessante Ausführungen zum Charakter Digitaler Technologien. Denn was für die klassischen Medien gilt, kann nicht unmittelbar auf die neuen Technologien übertragen werden. So wirken diese z.B. direkt und ohne menschliche Vermittlung auf unsere Realität zurück. „Gegenstände unseres Alltags verhalten sich ‚lebendig‘, ‚intelligent‘, weil sie von Computerprogrammen gesteuert werden.“ Zudem hat es den Anschein, als ob nicht mehr nur Menschen, sondern die technischen Systeme selbst Inhalte „produzieren“. (Google lässt grüßen!) Damit sind Digitale Medien nicht mehr nur Mittler zwischen Menschen, sondern werden „zu einer Art Interaktionspartner“.

Hier, so die Autorin, selbst Hochschullehrerin für „Digitale Medien in der Bildung“ an der Universität Bremen, stoßen klassische Medienbildung und -pädagogik an ihre Grenzen. Zur geforderten „Neubestimmung“ gehört, dass man sich einerseits der Potenziale Digitaler Medien bewusster wird und andererseits die Lebenswelt Jugendlicher stärker zum Ausgangspunkt eigener Anstrengungen macht.
Heidi Schelhowe, MedienPädagogik, 22 März 2006 (pdf)
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