Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Among the audience

„The era of mass media is giving way to one of personal and participatory media“, schreibt der Economist diese Woche. Und hängt gleich eine ganze Reihe von Artikeln dran, die das neue Zeitalter detaillierter beschreiben. Das Ganze wird mit einem kleinen Wortspiel eingeleitet, steht doch „Movable Type“ sowohl für Gutenberg und seine beweglichen Lettern, wie auch für eines der populärsten Weblog Publishing Systeme.

Was „participation“ heißt, wird am Beispiel von Weblogs, Wikis, Folksonomies und Formen des „citizen journalism“ illustriert. Und was „participation“ für die bestehenden Geschäftsmodelle der Medienindustrie bedeutet: bekämpfen oder umarmen, für beide Strategien finden sich zahlreiche Beispiele.

Neben „participation“ steht dabei ein zweites Stichwort, das wie ein roter Faden die Artikel durchzieht: „conversation“. „… one-to-many ‚lectures‘ (ie, from media companies to their audiences) are transformed into ‚conversations‘ among ‚the people formerly known as the audience“, so wird David Sifry (Technorati) zitiert.
Und kein Geringerer als Rupert Murdoch schreibt der Presse folgenden Ratschlag ins Stammbuch: „Their websites … have become the place for conversation. The digital native doesn’t send a letter to the editor any more. She goes online and starts a blog. We need to be the destination for those bloggers.“ Sprach’s und kaufte MySpace, eine populäre Blogging- und Social Networking-Seite.

Kurz, der Kauf des Heftes ist zu empfehlen, denn leider ist nur der einleitende Artikel offen zugänglich.
The Economist, 20 April 2006

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