Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wie man Millionen von Büchern digitalisiert

googleprint2006.gif
Seitdem die erste Meldung über „Google Print“ erschienen ist, frage ich mich, wie das gehen soll: Millionen von Büchern digitalisieren bzw. scannen? Dieser Artikel lüftet zwar nicht das Geheimnis von „Google Print“, beschreibt aber, wie ein anderes Projekt, das „Million Book Project“ an der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh, vorgeht:

„Beim CMU-Projekt sind jedoch ganz gewöhnliche Buchscanner im Einsatz, wie man sie im Laden kaufen kann. Das Gerät der Wahl: Der überall erhältliche Minolta PS 7000. Die CMU-Buchscanner stehen vor allem in China und Indien, insgesamt 40 Scan-Stationen wurden eingerichtet. Absprachen mit den örtlichen Behörden sorgen dafür, dass die Kosten bei dem Nonprofit-Projekt niedrig gehalten werden. Beim CMU-Setup müssen die Mitarbeiter jede einzelne Buchseite von Hand umblättern. Nach sieben Jahren wurden rund 600.000 Bücher, die meisten davon freie Werke ohne Urheberrechte, an die Scan-Stationen geschickt und digitalisiert. Jeden Tag kommen 100.000 Seiten dazu. In dieser Geschwindigkeit dürfte es noch weitere fünf Jahre dauern, bis das CMS-Projekt fertiggestellt ist.“ (via netbib weblog)
Die Wirklichkeit kann manchmal so ernüchternd sein!
Kate Green, Technology Review, 6 März 2006
[Kategorien: Zukunft des Internet]