Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

The new organisation

Eine lesenswerte Ausgabe des Economist, der einige Artikel der Frage nach dem Unternehmen von morgen widmet. „The way people work has changed dramatically, but the way their companies are organised lags far behind.“ Dabei beruft sich der Economist auf eine Reihe von prominenten Kronzeugen: z.B. Peter F. Drucker („Will the corporation survive?“), Lowell L. Bryan und Claudia Joyce von McKinsey („The 21st-century organization“) und Tom Davenport („Thinking for a Living“). Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt:
1) Mit welcher Organisationsform können Unternehmen den zukünftigen Herausforderungen am besten begegnen?
2) Und: Welche Rolle spielen Knowledge Worker bei der Suche nach der optimalen Organisationsform?

1) Auf die Frage nach der zukünftigen Organisationsform präsentieren die Autoren keine fertigen Antworten – das wäre auch zu schön! Stattdessen führen sie eine Reihe von Indizien und Referenzen an, um aufzuzeigen, dass sich in den letzten Jahrzehnten erstaunlich wenig verändert hat. Weder divisionale Strukturen noch die Matrixorganisation haben sich bewährt, im Gegenteil:
„A surprising number of companies today still have much the same command-and-control structure that they had 50 years ago. According to the Boston Consulting Group, what it calls “the imperialist corporate centre” is still the most common type of headquarters. And companies that do decentralise decision-making and accountability often recentralise it again when they run into trouble.“

2) Wenn es um den Knowledge Worker geht, ist zwar die Botschaft klar: „Knowledge workers need a new kind of organisation“. Aber nachdem einige Stichworte zur Frage der Produktivität von Knowledge Workern fallen, zu Dingen, die – neben Geld – ihr Engagement bestimmen und auch verschiedene Knowledge Management-Ansätze kurz bemüht werden, bleibt der abschließende Rat sehr vage:
„So what is required to build and maintain the kind of “new organisation” in which knowledge workers will thrive? The three words that most commonly crop up in answers to this question are leadership, talent and culture.“

Leadership, Talent und Culture. Das ist sicher noch kein Schlusswort (siehe auch Edgar Wang).
The Economist, 19 Januar 2006

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