Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Knowledge Workers Need Better Management

Endlich geht es „Knowledge Workern“ an den Kragen! Man hat erkannt (jetzt kürze ich etwas ab), dass ohne sie heute wenig und morgen womöglich gar nichts mehr läuft. Und es werden, egal wie man „Knowledge Work“ definiert oder abgrenzt, immer mehr. Auf der anderen Seite (wieder eine Abkürzung) drohen auch hier Länder wie Indien und China Knowledge Work pragmatisch und massenindustriell anzupacken.

Also gilt es, schnell zu handeln und hinter die Kulissen von Wissensarbeit zu schauen. Und hier wird es jetzt schwierig, vielleicht sogar paradox: Wir wissen zwar noch gar nicht richtig, wie die Prozesse der Wissensarbeit aussehen, weil wir immer nur auf ihre Produkte fixiert waren: Reports, Abschlussarbeiten, Software usw.; und weil Wissensarbeit als zutiefst individuelle Tätigkeit gilt. Aber wir wissen bereits, dass Knowledge Worker besser und produktiver werden müssen! Denn sonst wandert Knowledge Work aus (siehe oben), und der Wissensarbeiter bleibt hier.

Für die ungenutzten Ressourcen von Knowledge Workern liefert Tom Davenport in diesem Interview einige schöne Beispiele, z.B. wenn es um den professionellen Umgang mit IT, von den Telefonanlagen bis zur CRM-Software, geht. Und er betont, dass wir mehr über Knowledge Work wissen müssen, um auf ihre unterschiedlichen Ausprägungen, also die unterschiedlichen Typen von Knowledge Workern, optimal eingehen können.

Hier entsteht natürlich ein interessanter Konflikt, der auch in diesem Interview deutlich wird: Wie können organisatorische Interessen an der Steuerung, Kontrolle und Messbarkeit von Wissensarbeit und individuelle Interessen an der Optimierung persönlicher Arbeitsprozesse und -ergebnisse unter Beibehaltung von Autonomie und Selbstverantwortung in Einklang gebracht werden? (via Martin Röll, mit weiteren Anmerkungen)
Allan E. Alter, Interview mit Thomas Davenport, CIO Insight, 5 August 2005

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