Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Will Google’s Keyword Searching Eliminate the Need for LC Cataloging and Classification?

Der Autor argumentiert, dass Google’s Schlagwort-Suche und Anzeige der Suchergebnisse zwar für die schnelle Informationssuche nützlich sei. Für das sorgfältige Studium einer Sache und die systematische Auseinandersetzung mit einem Thema ist Google jedoch ungeeignet. Hier führt kein Weg an den Prozessen der Katalogisierung und Klassifizierung von Texten und Büchern vorbei, für die vor allem die Library of Congress (LC) steht.

Der Hintergrund des Artikels ist die aktuelle Google Print-Initiative, also das Vorhaben, 15 Millionen Bücher aus 5 Partnerbibliotheken zu scannen und digital verfügbar zu machen. Die Library of Congress gehört nicht zu diesem Kreis, aber vielleicht mehren sich auch dort die Stimmen, die meinen, Google könnte einen Teil der Bibliothekarsarbeit ersetzen.

Aus drei Gründen, so der Autor, kann Google keinen effizienten Zugang zu Büchern bieten. „Keyword searching of digitized full texts“ … :
„cannot provide a coherent overview of the book-literature of a topic“,
„cannot solve the problems of synonyms, variant phrases, and different languages being used for the same subjects“,
„cannot segregate the appearance of the right words in conceptual contexts apart from the appearance of the same words in the wrong contexts.“
Der Autor liefert gute Argumente, nimmt dabei aber eine Extremposition ein.
Thomas Mann, 15 August 2005
[Kategorien: Zukunft des Internet]