Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Betriebliches Lernen und Lernkulturen in kleinen und mittleren Unternehmen

Die Autoren haben ihre Erfahrungen aus verschiedenen Bildungsprojekten ausgewertet und eine Systematisierung von Lernformen versucht. Herausgekommen ist eine Neun-Felder-Matrix, die sich an zwei Dimensionen orientiert: dem Arbeitsbezug und der Gestaltung des Lernens . Dieser hilfreiche und pragmatische Vorschlag soll in der nächsten Zeit auf seine Anwendbarkeit geprüft werden.

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Bei der Beschreibung dieses Systematisierungsversuchs halten die Autoren einige wichtige Punkte fest, die (auch) die Lektüre lohnen: „Um erfolgreich im Prozess der Arbeit zu lernen, ist ein Mindestmaß an Komplexität der Arbeitsaufgabe Voraussetzung.“ (!)

„Für die Entwicklung einer Lernkultur, die Mitarbeiter und Unternehmen in die Lage versetzt, den eingangs beschriebenen Herausforderungen gerecht zu werden, ist es daher besonders wichtig, eine Vielzahl formeller und informeller Lernmöglichkeiten bereitzustellen, die lebenslange Kompetenzentwicklung ermöglichen und auf vorhandenen Ressourcen der Mitarbeiter aufbauen.“

Leider, und an dieser Anmerkung komme ich heute nicht vorbei, ist dieser sehr praxisorientierte Vorschlag in einer Form verfasst, die Praktiker kaum erreichen wird. Schade.
Iris Pfeiffer, Christiane Kerlen, Lutz Jäkel und Jan Wessels, QUEM-Bulletin, 4/2005 (pdf, 915 KB)
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