Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Bildung ist mehr als Wissen. Die Bildungsdiskussion in historischer Perspektive

Ein Fundstück aus dem Jahr 1999. Aber es passt gut zum „Verschwinden der Bildung“, von dem vor einigen Tagen an dieser Stelle die Rede war. So heißt es im Vorspann: „Die gegenwärtige Situation unserer Wissensgesellschaft wirft mehr und mehr die Frage auf, wie die stetig wachsende Fülle an Informationen verarbeitet werden kann. Gibt es Möglichkeiten der Auswahl und Verknüpfung? Lassen sich Mittel gegen die zunehmende Fragmentarisierung des Wissens finden? Die im 18. Jahrhundert entwickelte Vorstellung von „Bildung“ verspricht darauf Antworten, die noch heute aktuell sind.“

Und einige Zeilen weiter: „Eine durch die digitalen Medien dominierte Wissensgesellschaft muss nach Antworten fragen, die – jenseits bloßer Informationen und Informationsvermehrung – auf Möglichkeiten einer kulturellen Synthesisfunktion zielt. Dass hier das Konzept „Bildung“ folgerichtig zum Thema wird, liegt auf der Hand: „Gegen Information hilft nur Bildung“ (Hubert Markl).“

Was zeichnet nun Bildung jenseits von PISA und „Wer wird Millionär?“ aus? Vier Punkte diskutiert Wilhelm Voßkamp: „Wechselseitiges Miteinanderlernen“, „Praktischwerden der Bildung“, „Interdisziplinarität“ und „Selbstaufklärung der Aufklärung“ (via BildungsBlog)
Wilhelm Voßkamp, Alexander von Humboldt Stiftung, 1999
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