Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Learning-Management-Systeme im Corporate E-Learning: Lösung oder Auslöser?

Dieser Artikel beschreibt, wie sich die Ausrichtung von Learning Management Systemen verändert hat: von den Training Management Systemen der 80er und 90er Jahre, die bei der Verwaltung von Schulungen halfen, über Lernplattformen zur Einführung von e-Learning und Corporate Learning Applikationen, die auf die Integration mit bestehenden HR Systemen zielen, bis zum (zukünftigen) Workflow-integrated Learning, wo die Wahrnehmung einer Lernplattform, vielleicht sogar des Lernprozesses selbst, „verschwindet“. Das wiederum, so die Autorin, korrespondiert mit verschiedenen Innovationsreichweiten von e-Learning: von der Stufe „Kursprojekt“ über „Reengineering“ bis zur Innovationsstufe „Transformation“.

In diesem Bild besitzt e-Learning/ LMS eine äußerst aktive Rolle, es ist nicht nur Lösung, es wird „zum Auslöser und Instrument von organisatorischem Wandel“, es „durchdringt Geschäftsprozesse“. Im Vordergrund stehen jedoch nicht Lernen und Lernerfolge, sondern Learning Management Prozesse. So lohnt sich vielleicht die Frage, ob auch eine ganz andere Perspektive denkbar ist: Wenn es darum geht, Mitarbeiter schnell und flexibel in ihren Arbeitsprozessen zu unterstützen, kann man sich durchaus auch „kleinere“, dezentrale Lösungen vorstellen. Ergänzend zu den LMS, die es zum Nachweis der „Regulatory Compliance“ braucht.
Andrea Back, in: Franzen, M. (Hrsg.): Lernplattformen: Optimierung der Ausbildung oder didaktischer Rückschritt?, Zürich-Wallisellen, 28.04.2005, Empa-Akademie, Dübendorf, 2005, S. 28-37 (pdf, 115 KB)