Staudt et al hatten schon 1999 im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft QUEM eine Ursachenanalyse zu den Grenzen traditioneller Weiterbildung vorgelegt: »Weiterbildung: Ein Mythos zerbricht.« Wenn man deren Arbeiten gelesen hat, z.B. auch den Band »Kompetenzentwicklung und Innovation«, dann wundert man sich höchstens nur noch darüber, wie genau ihre Arbeiten die heutige Weiterbildungssituation vorweggenommen haben.

Apropos arbeitslose Akademiker: Staudt et al begründen die große Zahl an jungen, innovativen Biotechnologieunternehmen mit einem »Überangebot« an Uniabsolventen im Bio- und Chemiebereich in den 90-ern Jahren. D.h. nur ein Bruchteil der Akademiker konnte damals mit einer Festanstellung in ihrem Bereich rechnen. Staudt et al stellten die These auf, dass nur dort wirkliche Innovationen geschehen, wo ein Überangebot an Kompetenzen herrscht und nur ein Teil dieser Kompetenzen damit rechnen kann, in ihrem eigen Berufsfeld in der Wirtschaft unterzukommen.