Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Zwischen visionärer Euphorie und praktischer Ernüchterung. Kompetenzlernen und Wissensgewinn mit Computer und Netz

Es gibt zwei Versionen dieses Berichts: Einen kurzen Aufsatz im aktuellen QUEM-Bulletin, auf den ich mich hier beziehe, und die Langfassung (QUEM-report 91). Dabei geht es den Autoren um die Frage: „Werden computer- und netzbasierte Informations- und Bildungstechnologien eher zur Informationsgewinnung bzw. Wissensaneignung genutzt oder fördern sie auch die individuelle oder kollektive Kompetenzentwicklung entscheidend?“

Um eine Antwort zu finden, haben sich die Autoren die Entwicklung der Informations- und Bildungstechnologien der letzten fünfzig Jahre angeschaut und fünf Typen unterschieden: von Typ 1: „Anweisend-prüfende Unterrichtstechnologie“ im Sinne früher Angebote des programmierten Unterrichts, denen weder Informationsgewinn noch Kompetenzentwicklung zugeschrieben werden; bis Typ 5: „Informations-, Bildungstechnologie und Lerngegenstand bilden eine Einheit“, wo ein hoher Informationsgewinn realisierbar scheint, jedoch nur ein niedriger Grad der Kompetenzentwicklung üblich ist. Die Einteilung ist plausibel, jedoch fehlen der Kurzfassung die entsprechenden technischen Referenzen, um Unterschiede in der Typologie (Typ 3: „Offene Informationstechnologie mit Lerneffekten“, Typ 4: „Komplexe Bildungstechnologie“) besser nachvollziehen zu können. Die wiederum findet man auf den 222 Seiten des Reports.
Rolf Messerschmidt und Regina Grebe, QUEM-Bulletin, 2/2005 (pdf)
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