Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Ein neues Jahr

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Ein neues Jahr für den Weiterbildungsblog beginnt – das dritte nunmehr! Und zuallerst möchte ich mich herzlich bei den ca. 40 Lesern und Leserinnen bedanken, die mir auf ganz unterschiedliche, zum Teil sehr persönliche Weise erzählt haben: wie sie Informationen des Weiterbildungsblogs in ihrem Studium, ihrer Beratungsarbeit oder ihren Bildungsprojekten verwenden, ja, dass sie teilweise sogar ein fester Bestandteil der Arbeitsroutine des einen oder anderen geworden sind. Das tut gut zu wissen!

Auf zwei Rückmeldungen möchte ich kurz eingehen. Eine Leserin schrieb mir, dass sie bereit wäre, für den Wertbildungsblog jährlich einen Betrag zwischen 60 und 120 Euro zu investieren, also das, was man in etwa für eine Fachzeitschrift in diesem Themenbereich kalkulieren kann. Nun gehen mir solche Überlegungen natürlich auch regelmäßig durch den Kopf, vor allem, wenn einen Freunde und Gesprächspartner fragen, „ob man davon denn nicht irgendwie leben könne“.

Also, dieses Businessmodell wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Der Weiterbildungsblog wird für mich ein „flexibles Spielbein“ bleiben. Zum einen, weil ein Bezahl-Abonnement ein bindender Service ist, den eine einzelne Person aus zeitlichen, technischen und juristischen Gründen kaum gewährleisten kann. Online-Projekte, die finanziell an ihre Grenzen stoßen, rufen deshalb in der Regel zu Spenden auf – was ich noch nicht tue ;-). Zum anderen aber, weil ich glaube, dass wir uns zu sehr an das „freie“ Web gewöhnt haben, als dass dieser Weg in einer begrenzten, weil deutschsprachigen Community gangbar wäre. Aber ich lasse mich natürlich gerne von guten Argumenten überzeugen!

Der Weiterbildungsblog bzw. die dort kommentierten und verlinkten Artikel und Studien sparen auch Zeit bei der Suche nach wichtigen Informationen. Das schrieben mehrere Leser, aber einer war gleich so nett, auf einen entsprechenden Artikel zu verlinken (Susan Feldmann: The high cost of not finding information), den ich in den nächsten Tagen einmal ausführlich zusammenfassen werde. Also gibt es vielleicht doch einen Business Case für Knowledge Worker? Zumindest auf organisatorischer Ebene? Ich bleibe dran. Bis dahin

viel Spass beim Lesen und auf ein gutes und friedliches Jahr 2005!
Jochen Robes