Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wieviel Bildung brauchen wir?

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Dieses Buch fällt bei mir unter die Rubrik „Wiedergelesen“. Aber es ist nach wie vor einer der besten und unkonventionellsten Beiträge zum Thema „Humankapital“. Kurz zusammengefasst: Im ersten Teil stellen die Autoren allerhand Überlegungen an zu den Investitionen in Humankapital und seinem aktuellen Bestand. Im zweiten Teil wird es richtig spannend, wenn es nämlich um die Erträge auf Humankapital geht. Dabei wird die Bildungsrendite individuell und am Beispiel des Akademikers diskutiert. Vor einer volkswirtschaftlichen Betrachtungsweise kapitulieren die Autoren: „Der Zusammenhang von Humankapital und Wirtschaftswachstum ist intuitiv selbstverständlich, empirisch aber nur schwer zu klären.“ (36) Aber auch so sind die Ideen eines „Abiturientenfonds“ oder „Humankapitalmarktplatzes“ ein lesenswerter Einstieg in die „wirtschaftliche Dimension der Bildung“. Denn, wie heisst es so schön: „Bildung ist eine Investition, die mit anderen Investitionen konkurriert.“ (51)
Die Investition in diese Broschüre kostet nur Zeit – für ca. 50 Seiten ist eine Stunde zu veranschlagen.
Alfred Herrhausen Gesellschaft, April 2002
[Kategorien: Human Capital Management, Bildungsökonomie]