Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Kompetenzen als immaterielle Vermögenswerte in Betrieben

Um den wahren Unternehmenswerten auf die Spur zu kommen, ist in den letzten Jahren das „Humankapital“ in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Aber bis heute dominiert eine betriebswirtschaftliche Perspektive und die Suche nach entsprechenden Kennzahlen des Personalcontrollings zur Bewertung des Humankapitals. Eine Verbindung zu Ansätzen, die sich mit der individuellen Kompetenzentwicklung beschäftigen, existiert nicht:

„Es gibt also im Wesentlichen zwei Entwicklungsfelder für Kompetenz- und Wissensbilanzen: Ansätze zur Bilanzierung von Kompetenzen im pädagogisch-psychologischen Kontext, bei denen die einzelnen Mitarbeiter (bottom-up), und Ansätze im ökonomischen Kontext, bei denen das ganze Unternehmen, die organisationale Wissensbasis (top-down) Gegenstand der Betrachtung sind.“

Vor diesem Hintergrund fordern die Autoren, Verbindungen zwischen beiden Entwicklungsfeldern zu knüpfen, „um die von Betriebswirtschaftlern entwickelten Ansätze kompetenzhaltiger zu machen und andererseits die ökonomische Dimension der individuellen Kompetenzen besser zu berücksichtigen.“ Wie eine solche Integration aussehen könnte, bleibt allerdings offen. Dafür gibt’s aber eine ausführliche Literaturliste!
Olaf Zawacki-Richter, Joachim Hasebrook und Erich Barthel, QUEM-Bulletin, 5/2004 (pdf, 291 KB)
[Kategorien: Kompetenzen, Human Capital Management]

Verwandte Beiträge