Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Nachbericht zur Campus Innovation

Für die Wenigen, die es sich nicht leisten konnten, zwei e-Learning-Konferenzen innerhalb von nur zwei Wochen (!) in Hamburg besuchen zu können, gibt es online eine kurze Zusammenfassung der zweiten Konferenz, der Campus Innovation. Dabei fällt auf, dass die Veranstalter in ihrem Nachbericht den Fokus nicht auf die Beschreibung einzelner e-Learning-Projekte, sondern auf die „umfassende Digitalisierung des Hochschulbetriebs und der Verwaltungen“ setzen. Davon war z.B. in Frankfurt letzte Woche, als zukünftige e-Learning-Geschäftsmodelle zur Diskussion standen, mit keinem Wort die Rede! Die Hamburger dagegen verweisen auf Bologna, also die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, und den damit verbundenen Verwaltungsaufwand. Dazu zwei Zitate:

„Die Universitäten haben gar nicht gewusst, was im Detail auf sie zukommt, als sie sich auf den Bologna-Prozess eingelassen haben. An der Hamburger Universität allein müssen nun die Prüfungsergebnisse von 38.000 Studenten in 3.000 Lehrveranstaltungen jährlich verarbeitet werden,“ sagte Professor Dr. Holger Fischer, Vizepräsident der Universität Hamburg. Dafür brauche die Hochschule eine technologiegestützte Studenten- und Prüfungsverwaltung.“

„Das Ziel der digitalen Hochschule beschreibt Dr. Ulrich Schmid vom Konferenzveranstalter Multimedia Kontor Hamburg: „Optimal ist es, wenn die Studenten sich selbst im Internet an der Universität einschreiben, dort ihre Lernunterlagen finden, dann ihre Prüfungsanmeldungen online erledigen und ihre Noten auf diesem Wege erfahren.“
Claudia Musekamp, Campus Innovation 2004, 6 Oktober 2004 (pdf)
[Kategorien: e-learning, eUniversity]