Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Informationstechnologien in Organisationen und Gesellschaft

Die Bundeszentrale für Politische Bildung versorgt mich regelmäßig mit Hinweisen auf neue Publikationen. Und manchmal sind richtig interessante Sachen dabei, wie dieses Mal der Hinweis auf den Band Medienpädagogik „Wissensgesellschaft“.

Zur Leseprobe habe ich mir den vorliegenden Aufsatz genommen, der sich mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Informationstechnologie und Gesellschaftsentwicklung beschäftigt. Kein leichter Stoff! Die Grundthese des Autors ist es, dass der Computer, der einst hauptsächlich als „Automatisierungsmaschine“ gedacht war, durch und mit dem Internet zum Treiber einer globalen Netzwerkorganisation geworden ist. Oder mit den Worten des Autors: „Das Internet ist die Schlüsseltechnologie zur Etablierung von komplexen Netzwerkorganisationen.“ Sehr anschaulich wird das am Übergang vom Fließbandbüro zum SAP R/3-Büro und schließlich zum Netzwerk-Büro beschrieben – mit einschneidenden Konsequenzen für alle Beteiligten, besonders aber die Klasse der „Knowledge Worker“. Und am Beispiel des weltgrößten Schnittblumenmarktes in Aalsmeer!

Wenn die übrigen Aufsätze dieses Niveau halten, ist wieder einmal widerlegt, dass etwas, was nichts kostet, nicht gut sein kann.
Arno Rolf in: Medienpädagogik „Wissensgesellschaft“, Hrsg. von der Bundesanstalt für Politische Bildung, Bonn 2004 (pdf, 1.020 KB)
[Kategorien: Zukunft des Internet]