Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Educational Blogging

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Ein phantastischer Artikel, der nicht nur einen umfassenden Überblick zum Thema „Weblogs“ bietet, sondern auch ausführlich über deren praktischen Einsatz in Schulen und Universitäten berichtet. Auch einen „Knackpunkt“ des Bloggens spricht Stephen Downes an:

„What happens when a free-flowing medium such as blogging interacts with the more restrictive domains of the educational system?“

Wenn Schüler oder Studenten gebeten werden zu bloggen, dann besteht die Gefahr, dass sie das nur für den Lehrer bzw. Kurs tun, und wenn das Semester endet, „students drop blogging like wet cement“. Vielleicht muss man hier zwischen zwei Dingen unterscheiden: (a) Blogs als das, was Downes „personal publishing“ nennt, etwas, das eng verbunden ist mit Motivation und Engagement eines Autors und in der Regel unabhängig von pädagogischen Konzepten und außerhalb von Bildungsinstitutionen passiert. (b) Wenn dann Blogs Teil eines pädagogischen Konzepts werden, verändern sie zwangsläufig ihre Gestalt – mit den oben genannten Konsequenzen. Und bis zu dem Punkt, wo es vielleicht keinen Sinn mehr macht, von Bloggen zu sprechen, weil die taktischen Rahmenbedingungen der Bildungsinstitution das „Wesen“ (?) des Bloggens dominieren. Aber es besteht natürlich immer auch die Chance, dass selbst unter diesen Vorgaben Weblogs in der Form des personal publishing entstehen. In beiden Fällen sehe ich aber Blogs als Bereicherung.
Stephen Downes, EDUCAUSE Review, Volume 39, Nr 5 September/Oktober 2004
[Kategorien: Weblogs]

PS: Ich werde in nächster Zeit auf weitere Artikel dieser Ausgabe eingehen. Die Titel sind vielversprechend!