Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Online Course Development: What Does It Cost?

Angeregt durch den Artikel „Online Course Development: What does it cost?“ hat George Siemens (elearnspace) folgende Differenzierung gemacht (und breite Zustimmung gefunden):

„LMS‘ are most useful for an organization to monitor and track learning and for sequencing content. If that is an organization’s primary view of learning, then sure, use an LMS. If, on the other hand, learning is primarily viewed as an informal dialogue, collaborative content creation, or a function of communities, then many effective tools exist. Some examples: Groove, Plone, Skype, SNA tools (like Multiply), Convea, aCollab, etc. IF you want to manage learning, use an LMS. IF you want to foster dialogue/community building, use a collaborative tool. Either option, thoughtfully implemented, can result in cost savings.“

Aus pädagogischer Sicht stimme ich dieser Aufteilung zu. Nur bei der letzten Anmerkung „either option … can result in cost savings“ zögere ich, auch wenn sie m.E. sachlich richtig ist. Denn die Einführung eines LMS kann – z.B. durch die Abstimmung standardisierter Bildungsprozesse, eine Verstärkung des Blended Learning-Angebots und einem konzernweiten Reporting – zu nachweisbaren Kosteneinsparungen führen. Das ist ja auch das Versprechen aktueller LMS-Business Cases! Für die informelle Weiterbildung ist die Annahme entsprechender Kosteneinsparungen zwar auch plausibel, aber nur schwer nachweisbar. Das ist ja gerade der Grund, warum der Fokus der betrieblichen Weiterbildung nach wie vor auf formellen Lernprozessen liegt. Gegenwärtig fast ein circulus vitiosus.
George Siemens, elearnspace, 12 August 2004
[Kategorien: e-learning, Learning Management Systems]