Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Who benefits from the digital divide?

Der Titel lässt bereits erahnen, dass es nicht die unmittelbar Betroffenen sind, die von der „digital divide“ oder besser: der Diskussion um die „digital divide“ profitieren. Der Autor sieht vielmehr folgende Stakeholder auf dem wirtschaftlich-politischen Parkett: „information capital, developing country governments, the development ‚industry’, and global civil society”. Eine detaillierte Argumentation, ein umfangreiches (!) Literaturverzeichnis – insgesamt ein lohnenswerter Artikel. Ein kleiner „Nachteil“ dieser Vorgehensweise: Die Informationsindustrie steht in dieser Aufzählung der „Profiteure“ neben z.B. Amnesty, die als Teil der civil society mehr und mehr in ihrer Arbeit auf die neuen Internet-Technologien setzen.

Sehr überzeugend dagegen die Kritik am „Entwicklungs“- Paradigma, das seit Jahrzehnten das Verhältnis zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern bestimmt, ohne dass sich am Abstand zwischen den Nationen etwas grundlegend geändert hätte. Im Gegenteil. Von daher hat das Thema „digital divide“ gute Chancen, auf der politischen Agenda zu bleiben – zumindest bis zum nächsten „World Summit on the Information Society“ in Tunis 2005.
Brendan Luyt, First Monday, Vol. 9, No. 8, August 2004

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