Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Virtuelle Modelle europäischer Universitäten

Der Titel ist etwas irreführend, denn dieser Artikel berichtet konkret über den Stand des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) an europäischen Universitäten. Grundvoraussetzungen scheinen europaweit gegeben: Fast jeder hat Zugang zum Internet und eigenem E-Mail-Konto. Aber dann trennen sich die Wege zwischen den „Spitzenreitern“, den „mitwirkenden“, den „selbstgenügsamen“ und den „skeptischen“ Universitäten.

Wesentlich für eine nachhaltige Nutzung der IKT, so die Autoren, ist die Existenz einer entsprechenden IKT-Strategie. Genauso wichtig sind aber auch organisatorische Strukturen, die es ermöglichen, „hochgradig fragmentierte Ansätze“ zu integrieren.

„Die Studie zeigte deutlich, dass sich das allgemeine Niveau der IKT-Einbindung in die Lehre in den Universitäten der EU in den letzten zwei Jahren stark verbessert hat. Die meisten Universitäten befinden sich jedoch noch auf der Stufe, auf der die Nutzung der IKT darin besteht, den Computer als bessere Schreibmaschine und Kommunikationsmittel für die traditionelle Pädagogik und Didaktik in der konkreten Lehrsituation zu nutzen, etwa durch die Verwendung von Präsentationsprogrammen, Datenbanken oder Simulationsmodulen.“

Es lohnt sich, die vor kurzem veröffentlichten deutschen Erfahrungen gegenzulesen. Einiges wiederholt sich.
elearningeuropa.info, 11 Juni 2004
[Kategorien: e-learning]