Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

What Is the Best E-Learning Authoring Tool?

In den neunziger Jahren haben viele Großunternehmen Multimedia-Entwicklungsteams aufgebaut (oder zumindest mit dem Gedanken geliebäugelt) oder e-Learning-Experten eingestellt. Damals traute man dem Lernen mit Neuen Medien noch zu, große Teile der traditionellen Weiterbildung zu ersetzen. Um warum etwas teuer einkaufen, wenn man es billiger, schneller und besser mit eigenen Ressourcen entwickeln kann? Heute leisten sich nur noch wenige Unternehmen eine Inhouse-Entwicklung, und die verbliebenen e-Learning-Experten suchen nach ihrem Platz im Organigramm. Was aber geblieben ist, das ist die Frage, wie man schnell Inhalte ins Netz und zum Lerner bekommt; und wie man bereits vorhandene Informationen in lernergerechte Lösungen übersetzt und sie, idealerweise, auch noch ins hauseigene Learning Management System integriert.

Auf diesen Bedarf hat der Markt reagiert und bietet inzwischen eine große Zahl von Authoring-Tools an – teilweise zu annehmbaren Preisen, aber häufig mit völlig unterschiedlichen Zielrichtungen. Viele der großen Plattform-und Content-Anbieter offerieren entsprechenden Lösungen. Und ich kenne kaum noch ein Unternehmen, dass nicht mindestens eine dieser Lösungen eingekauft hat oder in Kürze einkaufen will. Auf die ersten Erfahrungsberichte darf man gespannt sein – wenn sie denn jemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken. So, das zum Hintergrund, und der Hinweis, dass diese Woche drei Newsletter das Thema aufgegriffenhaben.
Brandon-Hall, What Is the Best E-Learning Authoring Tool? Mai 2004
Global Learning, BARC-Studie: 11 E-Learning-Autorentools im Härtetest, 8 April 2004
Elliott Masie, Trends (Rapid Learning Development Needs Rise), 25 Mai 2004
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