Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Qualität beim E-Learning

„Qualität entsteht beim Lernenden“ – das ist die Kernaussage dieses Aufsatzes. Aus meiner Sicht eine wichtige Ergänzung zu den aktuellen Qualitäts-Bemühungen, in denen es primär darum geht, dem Verbraucher durch „Qualitätssiegel“ Orientierungshilfen zu geben. Der Autor spricht gar von einem Paradigmenwechsel, der dazu führt, dass „dem lernenden Individuum eine zunehmend größere Definitionsmacht für Qualität in der Weiterbildung zukommt“. Gefordert ist dementsprechend eine „lernerintegrierende Qualitätssicherung“.

Mir gefällt an diesem Aufsatz, dass er deutlich unterstreicht, wie wichtig der Kontext des Lernenden ist, wenn es um die Diskussion von Qualität geht. „Qualität entsteht erst im Zusammenspiel der Anforderungen des Lernenden, dem E-Learning-Lernarrangement und weiteren Kontextfaktoren.“ Dem stimme ich zu, denn eine Qualitätsdebatte, die sich auf die Lerninhalte oder Services der Anbieter konzentriert, ist nur die halbe Miete. Allerdings gerät schnell in den Hintergrund, dass Qualität in der Bildung nur Mittel zum Zweck, dem Lernerfolg, ist. Auch dieser Aufsatz tut sich an einigen Stellen schwer, hier klar zu unterscheiden.

Ulf Ehlers: Qualität beim eLearning. Der Lernende als Grundkategorie der Qualitätssicherung. MedienPädagogik, 1/2002 (pdf).
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