Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Most Popular Authoring Tools

Brandon Hall, amerikanischer e-Learning-Consultant, hat seine Leser 2003 gefragt, welche Tools sie nutzen, um e-Learning-Content herzustellen. Auf den ersten fünf Plätzen liegen:
1. Flash (Maromedia) 52%
2. Authorware (Macromedia) 50%
3. Dreamweaver/ Coursebuilder (Macromedia) 42%
4. PowerPoint (Microsoft) 32 %
5. Word (Microsoft) 25%
(Mehrfachnennungen waren möglich; 13 Tools erreichten mehr als 5%)

Die Antworten sind aus meiner Sicht nicht überraschend, weisen sie doch einmal mehr auf folgende Punkte hin:
1. PowerPoint und Word auf den Plätzen 4 und 5 unterstreichen, dass sich eine pragmatische Herangehensweise bei der Entwicklung von Content längst durchgesetzt hat. Erfüllen die so produzierten Inhalte die didaktischen Kriterien, die für „gutes“ e-Learning entwickelt wurden? Nein, wahrscheinlich nicht, aber …

2. … letztlich bestimmen die Mitarbeiter, was sie als Lernstoff oder Lösung ihres Problems akzeptieren. Und da steht das multimedial entwickelte Lernprogramm neben dem schlichten Word-Dokument. Damit will ich nicht zur Sparsamkeit aufrufen oder die Bedeutung einer vernünftigen Didaktik herunterspielen, sondern unterstreichen, dass es Situationen gibt, in denen auch einfache Lösungen ihren Platz haben.

3. Zudem machen die Antworten deutlich, dass völlig unterschiedliche Lösungen als „e-Learning“ bezeichnet werden. Ein guter Grund, sich nicht allzu lange mit Definitionen aufzuhalten.
Dispatch from brandon-hall.com, 18 März 2004 (auf der Seite auch der Link zur – allerdings kostenpflichtigen – Marktübersicht „Authoring Tools 2004„)
[Kategorien: e-learning]