Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Intellectual Capital Reporting

Klaus North hatte bereits auf dem Kongress “Kompetenzbilanzen” in Frankfurt auf diesen Aufsatz (zuerst erschienen in zfo, 1/2004) hingewiesen. Jetzt hat er ihn auf der Competence Site zur Verfügung gestellt. Es geht um vier bekannte Ansätze, Wissensbilanzen zu erstellen: The Danish Guideline for Intellectual Capital Statements, die Wissensbilanz des Austrian Research Centers Seibersdorf, das mehrstufige Indikatorensystem nach North und das IC Rating nach Edvinsson. Diese Modelle werden in einem Praxistest auf eine Unternehmenseinheit der Commerzbank, die Abteilung IT Skill Resources, angewendet.

Daniela Grübel, Klaus North, Günther Szogs, Competence Site, 1/2004 (pdf)
[Kategorien: Human Capital Management]


Das Fazit der Autoren: Alle Modelle weisen Stärken und Schwächen auf; hinzu kommt, dass sie in ihrem Vorgehen und ihren Ergebnissen nur schwer vergleichbar sind. “Theorie und Praxis sind gefordert, weiter an der Methodik zu arbeiten. Die gegenwärtige Auseinandersetzung von Basel II bietet eine große Chance, das Thema Wissensbilanz in die öffentliche Diskussion einzubringen.”

Das Fazit des Lesers: Ich hätte mir die Darstellung des Praxistests etwas ausführlicher und klarer gewünscht; die Autoren bleiben in der Terminologie der Ansätze stecken. Aber “Hut ab” vor der Commerzbank, die sich immer wieder auf solche Themen einlässt!