Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Deutschland. Das von morgen.

Die Reden, die auf dem Innovations-Kongress am 26. Januar in Berlin gehalten wurden, sind jetzt auf der Seite des BMBF zusammengefasst. Alles sehr plakativ (ich meine die Reden!), laute Rufe nach Wettbewerb und Spitzenleistungen, viel Beifall für das amerikanische Bildungssystem. Man will Innovationen, Innovationen „auf Zuruf“ und am liebsten solche, die sich unmittelbar in neue Produkte und Arbeitsplätze übersetzen lassen. Kulturwissenschaften? Ja, natürlich, sind irgendwie auch wichtig …

Wenn man schon so begeistert auf die amerikanische Bildungs- und Innovationslandschaft schaut, dann sollte man nicht nur überlegen, wie man das deutsche Harvard oder Stanford entwickelt, sondern mehr über die Hinweise von Monika Henzinger, Research Director bei Google und auch auf dem Kongress, nachdenken:

Mittlerweile hat Google über 1000 Mitarbeiter. Innovationen haben weiterhin oberste Priorität. Das Management erstellt beispielsweise eine Top-100-Liste von Innovationsprojekten. Jeder Mitarbeiter kann seine Ideen für neue Produkte oder Services an eine Mailingliste schicken. Daraus ist unter anderem der Google-Newsservice entstanden. Durch den schnellen Produktzyklus sei es möglich, viele Ideen auszutesten. Die – hoch qualifizierten – Programmierer bei Google sollen zudem 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für neue, eigene Ideen verwenden.“ Das nenn‘ ich innovativ.
BMBF, Januar 2004
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