Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Do Web search engines suppress controversy?

Abstract: „Web behavior depends upon three interlocking communities: (1) authors whose Web pages link to other pages; (2) search engines indexing and ranking those pages; and (3) information seekers whose queries and surfing reward authors and support search engines. Systematic suppression of controversial topics would indicate a flaw in the Web’s ideology of openness and informativeness. This paper explores search engines’ bias by asking: Is a specific well–known controversy revealed in a simple search? Experimental topics include: distance learning, Albert Einstein, St. John’s Wort, female astronauts, and Belize. The experiments suggest simple queries tend to overly present the ’sunny side‘ of these topics, with minimal controversy. A more ‚Objective Web‘ is analyzed where: (a) Web page authors adopt research citation practices; (b) search engines balance organizational and analytic content; and, (c) searchers practice more wary multi–searching.“

Ich denke, eine breitere Auseinandersetzung mit der Funktionsweise von Suchmaschinen und der Rolle, die sie bei der Informationsaufbereitung und -distribution spielen, ist überfällig. Wir werden in Zukunft mehr und mehr Studien lesen, die das Ranking und seine Resultate ideologiekritisch analysieren – so, wie in den siebziger und achtziger Jahren die Darstellung kritischer Themen in den Tageszeitungen inhaltsanalytisch untersucht wurde. Die Autorin bietet für diese Analyse erste Ansatzpunkte, indem sie z.B. zwischen dem „Organizational Web“ und dem „Analytic Web“ unterscheidet. Dabei ist sie allerdings immer auf der Suche nach einem „more objective Web“, einem Weg, dem ich nicht folgen kann. Ich bin optimistisch, dass – wenn es deutlich wird, dass die Technik von z.B. Google bestimmte Informationen unterdrückt – entsprechende Alternativen in den Vordergrund rücken werden. So, wie aus den Mängeln der etablierten Presse heraus einmal die „TAZ“ entstanden ist. Vor diesem Hintergrund halte ich auch nur die dritte Option (siehe oben: c) der Autorin für praktikabel. Trotzdem: Die Studie ist absolut lesenswert, und First Monday sollte jeder bookmarken!
Susan L. Gerhart, First Monday, Vol 9, No.1, 5 Januar 2004

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