Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Was Hänschen lernt …

horx.jpg
(Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher, www.zukunftsinstitut.de;
Foto: Klaus Vyhnalek)

Ich muss etwas ausführlicher aus diesem kurzen Text zitieren, weil er so wunderbar alles auf den Punkt bringt, was meiner Ansicht nach das Lernen, vor allem das Lernen mit Neuen Medien ausmacht! Er ist von Matthias Horx, dem Trendforscher, und beginnt mit der Einnerung an das gute alte Sprachlabor, um dann schnell auf den Punkt zu kommen:
Aber warum halten wir so hartnäckig an dem Bild des Nürnberger Trichters fest, jener alten Phantasie, mit der sich Wissen umstandslos in Köpfe kippen lässt? Antwort: Weil wir ein mechanisches Weltbild haben. Und ein falsches Bild dessen, was ‚Wissen‘ eigentlich meint.“

Anschließend zählt er die 4 Bedingungen auf, die jedem erfolgreichen Lernprozess zugrunde liegen:

1) Soziale Situation
Wirkliches lebendiges Wissen ist in Wahrheit eine soziale Kategorie. Es entsteht immer nur in kommunikativen Feldern unter und zwischen Menschen.“

2) Handlung
Wissen nutzt nur, wenn man es permanent durch Handlung verankert.

3) Visioneering
Wissen ist immer nur dann kraftvoll, wenn es eingebettet ist in einer Richtung, ein Wollen, einen Sinn. Wenn wir etwas wissen WOLLEN, lernen wir fieberhaft und ohne Langeweile. Deshalb ist der Kern jedes betrieblichen Lernprogramms das Entwickeln einer gemeinsamen Vision.“

4) Leichter Stress
Wir lernen nicht am besten, wenn wir völlig entspannt sind. Sondern wenn wir maßvoll unter Strom stehen.“

Der Artikel schließt mit folgender These: „Unternehmen der Zukunft organisieren Arbeit als Lernen, und Lernen als Arbeit„. That’s it. Couldn’t agree more.

Matthias Horx, 9 Oktober 2003 (pdf)