Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Neue Studie: ‚Learning Management Systeme (LMS) und Learning Content Management Systeme (LCMS)‘

„Die Studie des Fraunhofer IAO stellt den Technologiemarkt für LMS und LCMS in Deutschland dar. Entscheidungsträgern, die in ihrem Unternehmen ein LMS oder ein LCMS einführen möchten, wird ein Überblick über die am Markt verfügbaren Produkte und deren Funktionalitäten ermöglicht.“

Über die Beschreibung der Systeme und Anbieter hinaus legt diese Studie sehr ausführlich ihren eigenen Auswahl- und Bewertungsprozess offen. Was mich bei der Lektüre dann doch wieder überrascht hat: Learning Management Systeme werden immer wieder als „e-Learning-Systeme“ bezeichnet und eng mit der Einführung von e-Learning zusammengebracht. Diese Verbindung gab es, gibt es, aber sie wird der Realität in vielen Fällen nicht mehr gerecht:
Viele (Groß-)Unternehmen haben heute klare Anforderungen an ein LMS. Sie suchen ein leistungsstarkes System, das die komplette Weiterbildung abbildet. Sie wollen weg von Insellösungen, von parallelen Systemen für das „klassische“ Training-Management und e-Learning, weg von unzähligen Schnittstellen und manuellen Datentransfers. Die Stichworte sind Effizienz, Performance Management & Reporting. E-Learning ist in diesem Szenario eine Methode der Weiterbildung. Ihre Relevanz entspricht mehr und mehr ihrem tatsächlichen Einsatz und Nutzen – und die liegen bei 10-20% der Weiterbildungsaktivitäten. Hier haben sich die Parameter in den letzten Monaten deutlich verschoben, so dass die Gleichsetzung von LMS und e-Learning einfach zu kurz greift.
Fraunhofer IAO, 11 August 2003