Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Bildungspolitik für Beschäftigung und Wachstum

Im Rahmen einer Serie „Mehr Wachstum für Deutschland“ hat die Deutsche Bank Research 11 Thesen zur Bildungspolitik vorgelegt. Die Kernbotschaften dieser Thesen:

– mehr private Initiative: Studiengebühren, Lehrgeld für Auszubildende, Investitionen in Lebenslanges Lernen
– mehr Wettbewerb im Bildungsbereich: Leistungstests und -kontrollen an Schulen & Hochschulen, Öffnung des deutschen Bildungsmarktes
– kürzere Verweildauer in den ersten Bildungsphasen: Verkürzung der Schulzeit, neue Master-Studiengänge

Die meisten dieser Punkte schließen nahtlos an laufende Diskussionen an, z.B. was die Einführung von Studiengebühren betrifft; die 10. These geht jedoch darüber hinaus: „Zeit ist ein kostbares Gut; sie sollte nicht für zu lange Ausbildungsphasen verschwendet werden.

Durch die Aufwertung der informellen Vorschulerziehung, die Verkürzung der ersten formellen Bildungsphase und den Ausbau der akademischen und nicht-akademischen Weiterbildung kann das Bildungssystem an die demografische und technologische Entwicklung angepasst werden.“

Die Bildungsinstitutionen sollen primär Lerntechniken und Orientierungswissen vermitteln – das Spezialwissen wird immer wieder mit Blick auf aktuelle Jobprofile aufgebaut und angepasst.
Deutsche Bank Research, 4 Juni 2003