Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Learning by Doing – ganz offiziell

APO-IT heisst das Projekt, das Mitarbeitern in IT Bereichen die Möglichkeit geben soll, ihre Kenntnisse in einem anerkannten Rahmen zu bestätigen bzw. sich weiterzubilden. Das Projekt richtet sich vor allem an Quereinsteiger, die ohne Nachweis ihres Wissens und ihrer Kompetenzen in IT-Berufen gelandet oder vielleicht besser: gestrandet sind. (In einem Dokument ist von 80% der Beschäftigten die Rede!). Und es geht darum, etwas Struktur in einen Bereich zu bringen, der sich mit systematischen und anerkannten Qualifikationen und Zertifikaten schwer tut.

APO steht für „arbeitsprozessorientierte Weiterbildung“ und soll gerade im IT-Bereich, „wo Wissen mit atemberaubender Geschwindigkeit veraltet, (…) Ernst machen mit dem lebenslangen Lernen„. Dabei will APO explizit an konkreten Projekten der Unternehmen ansetzen und diese zum Gegenstand der Weiterbildung bzw. Prüfung machen. Hinzu kommt idealerweise eine individuelle Betreuung durch Lerncoaches und Lernberater.

Ein sehr spannendes Programm, das da Mitte 2002 angelaufen ist – mit vielen offenen Fragen, zu denen die Initiatoren stehen. Und beteiligt waren alle: BMBF, Fraunhofer, IHK etc. Evaluiert wird das Ganze vom BIBB, aber das wird wohl noch dauern …
Nina Hesse, changeX, 2 Juli 2003


Weitere Informationen gibt’s unter: www.apo-it.de.

Und wer’s genau wissen will, dem sei das Original des BMBF (Vom Azubi zum Master. IT-Fortbildungskonzept eröffnet neue berufliche Perspektive. Juli 2002) empfohlen.