Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Ageing and work in Europe

management-issues betreibt seit einigen Tagen einen Blog und hat auf diesen Beitrag des deutschen Bildungsministeriums hingewiesen. Er setzt sich auf 120 Seiten intensiv mit der „demographischen Herausforderung“ auseinander und geht auch auf Implikationen für die Weiterbildung und das Lebenslange Lernen ein. Eine reiche Marterialsammlung (ich habe nur die Seiten gelesen, die sich auf Deutschland beziehen) mit einigen klaren Aussagen:
„… that maintaining employability and the health and secure training opportunities of older workers all play a vital role in the preparation toward forthcoming demographic challenges“. (107)

Und die Studie weist auf die de facto Diskreminierung älterer Mitarbeiter hin, wenn es um Weiterbildung geht:
„… there is a sharp decline in the participation rate in vocational training for people aged 50 to 65. Only 18% of this age group participated in vocational training in 2000, whereas 36% of the people aged 35 to 49 were involved.“

Ich will den Bogen hier nicht zu weit spannen, aber eine Kausalkette „Demographische Entwicklung = Arbeitskräftemangel = mehr ältere Arbeitnehmer“ greift m.E. zu kurz. Spannende Fragen werden nur am Rande gestreift, z.B.: – Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt überhaupt? (siehe auch Rezzo Schlauch in brandeins zum „Mythos Vollbeschäftigung“); – Welche Rolle spielt die Zuwanderungspolitik in diesem Zusammenhang?
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Corporate Germany von diesen Entwicklungen weit weniger beunruhigt ist als Politik und Pädagogik. Aber das ist ein weites Feld …
The M-I blog, 3 Juli 2003